Komorebi – Licht und Schatten auf kleinstem Raum

Auf kleinstem Raum wurde ein Matcha-Atelier entwickelt, das in der japanischen Ästhetik verwurzelt ist und Gegensätze harmonisch vereint. Die textuelle Identität des Interieurs wird von zwei kontrastierenden Holzarten getragen: Tiefschwarz karbonisiertes Shou Sugi Ban (Yakisugi) bekleidet einen dominanten Korpus - eine Art Haus im Haus. Diesem strukturreichen, verkohlten Holz steht die fein geschliffene, warme Eiche gegenüber. Sie hüllt ein, und spendet visuelle Wärme und Geborgenheit. Die vorgesetzten Messingvordächer mit ihrer markanten Perforierung dienen nicht nur als konstruktiver Sonnenschutz, sondern als aktive Lichtmodulatoren. Je nach Tageszeit und Sonnenstand wird das kleine Atelier in ein sich ständig veränderndes, golden anmutendes Licht- und Schattenspiel getaucht. Dieses natürliche Phänomen macht das namensgebende Konzept Komorebi – das lebendige Licht, das durch Blätterbäume fällt – im Raum physisch erlebbar. Das Atelier wird so zu einem dynamischen Mikrokosmos, in dem Architektur durch das Medium Licht nachgezeichnet wird.